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12.02.2014 - Schätze in und um St. Michael Neunkirchen am Brand


Martin Mehl hat zu einer Führung der St. Michaels-Kirche von Neunkirchen am Brand für den 8. Februar 2014 eingeladen. Er konnte dazu als Kirchenführer Willi Geist gewinnen, der als Ehrenvorsitzender der Neunkirchner Kolpingsfamilie St. Josef sein profundes Wissen über „seine Pfarrkirche und deren Kunstschätze“ über 60 interessierten Personen aus der Marktgemeinde und den benachbarten Gemeinden weitergeben konnte. Herr Geist beschrieb den neugierigen Zuhörern die Kirchengeschichte von St. Michael. In lebendiger Weise legte Geist die Zusammenhänge der Nürnberger Patrizier und der Neunkirchner Chorherren dar. Das Augustiner-Chorherrenstift feierte dieses Jahr am 8. Januar sein 700jähriges Gründungsjubiläum. Wir erfuhren vom Alltag der Chorherren und deren Bedeutung für die Geschichte des Marktes, die bis in unsere Zeit reicht.

Beeindruckt waren die Zuhörer von der Augustinuskapelle, der Grabkapelle der Chorherren, die vor ihrer Renovierung in den Jahren 1989 bis 1995 zeitweise als Lagerraum und Garage diente. Heute werden hier wieder Gottesdienste gefeiert.



Das Skriptorium über der Augustinuskapelle gelegen, die Schreibstube der Chorherren, wurde extra von der Mesnerin Frau Sponsel für die Führung geöffnet. Man konnte sich in dem lichterfüllten Raum gut ein Bild von der Arbeitsweise der Schreiber im Mittelalter machen.

Willi Geist wies dann in St. Michael auf einige Kunstschätze der „Weihnachtskirche“, wie sie Willi Geist nannte, hin. Weihnachtskirche deshalb, da an den Säulen des Langhauses die drei Weisen aus dem Morgenland als gotische Steinfiguren der steinernen Mutter Gottes mit dem Jesuskind auf dem Arm, huldigten. Und zum anderen, da auf der Turmspitze kein Kreuz, sondern ein Stern den Weg zeigt. Nach einem kurzen Abriss der Kirchengeschichte wies Herr Geist in einem Rundgang auf weitere Kostbarkeiten des Gotteshauses hin: die barocken Figuren auf dem Hochaltar, den überlebensgroßen Christophorus als Wandgemälde gegenüber dem Haupteingang, das Holzrelief mit der Grablegung Mariens und die Steinmeyer-Orgel von 1885, die im Jahr 2013 restauriert wurde und jetzt wieder mit ihrem Klang die Kirchenbesucher erfreut.

Willi Geist verabschiedete sich von den Besuchern im „Posthof“, von dem man den sog. „Vier-Chöre-Blick“ auf die Kirche und seine Anbauten und Nebengebäude hat. Bürgermeisterkandidat Martin Mehl bedankte sich bei Willi Geist für die ausführliche und kurzweilige Führung und lud die Gäste dazu ein, St. Michael und die Marktgemeinde auch zu anderen Jahreszeiten wieder zu besuchen. Der nächste Höhepunkt im Kirchenjahr wird die traditionelle Karfreitagsprozession sein, an der – im Gegensatz zu Lohr am Main – alle Gläubigen bei der Prozession mitgehen und nicht als „Zuschauer“ am Straßenrand stehen.


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