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Aktuelles aus dem Ortsverband

29.10.2007 - Bericht vom Vortrag von Dr. Pilz zum Thema "Fit für das Alter"


In der Fortsetzung der CSU-Vortragsreihe mit Neunkirchener Referenten informierte Dr. med. Christoph Pilz vor zahlreichen Zuhörern über die Fitness im Alter. Hierbei wurde deutlich, dass es keineswegs dem Zufall überlassen bleiben muss, wie man altert sondern bereits große Einflussmöglichkeiten im Vorfeld bestehen.

Die Bürgermeisterkandidatin der CSU für die bevorstehende Kommunalwahl, Monika Bedernik, zeigte sich in ihren Begrüßungsworten sehr erfreut über das rege Interesse an der schon vor einiger Zeit begonnenen Vortragsreihe, die schon die Themen „Patientenverfügungen“ und „Sinnvolles Vererben“ zum Inhalt hatten. Dieses sei ein weiteres Thema, das Jeden betrifft und das auch in der Kommunalpolitik eine immer stärkere Bedeutung bekäme. So sei es ein besonderer Glücksfall, so Bedernik, dass mit Christoph Pilz, der als niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Naturheilkundeverfahren, Palliativmedizin und Geriatrie in Neunkirchen praktiziere, ein Fachmann zu Wort komme, der wertvolle Hinweise für das eigene Verhalten geben könne.

In seinem Vortrag zeigte Pilz dann anhand statistischer Daten auf, wie sich die Bevölkerungspyramide entwickeln würde und dass Deutschland beim Höchstalter in Europa im oberen Drittel zu finden sei. Lange leben will wohl jeder, alt sein natürlich niemand, allerdings sei der biologische Höhepunkt des Menschen im dritten Lebensjahrzehnt, was eine Verschiebung nach oben darstelle, der es zu verdanken sei, dass es heute sehr viele vitale 60 bis 70jährige gäbe. Dennoch drückt sich das Älterwerden dann in einer Abnahme der Ressourcen im physischen, psychischen, aber auch sozialen Bereich aus.

Interessanterweise seien aber die Ursachen des Alterns wissenschaftlich noch nicht erklärbar. Zwar gebe es etliche Theorien, wirklich wissen aber werden wir es vielleicht erst in zwanzig bis dreißig Jahren. Da sich aber die Lebenserwartung in den letzten 100 Jahren verdoppelt hat, komme es nicht so sehr darauf an, wie alt man wird sondern vielmehr, wie man alt wird. Da es aber unbestritten sei, dass ein enger Zusammenhang zwischen dem Lebensstil und dem Gesundheitszustand besteht, sei wohl der Königsweg die Kombination von körperlicher und geistiger Aktivität sowie einer richtigen Ernährung, am besten vollwertig.

Bewegung, aber richtig

Grundsätzlich ist das körperliche Training Trumpf. Gerade in den jungen und mittleren Jahren sollte man sich nicht schonen sondern man fördert indem man sich auch fordert. Durch Sport bleibt man beweglich und gelenkig und stärkt das Immunsystem. Dies gilt ebenso für den Menschen in höherem Alter. Nur hier sollte es mehr das Vergnügen statt die Leistung sein, die Freude an der Bewegung, das Spiel mit anderen, als die Jagd nach Rekorden. Hierbei würden sich eine Vielzahl von Sportarten anbieten, wie Radfahren, Schwimmen, Gymnastik, Tanzen oder Walking, um nur einige zu nennen. Allerdings solle darauf geachtet werden, dass eine Ausdauerschulung stattfindet, die den ganzen Körper trainiert. Hierdurch werden Herz und Kreislauf gestärkt, der Osteoporose vorgebeugt, die Sauerstoffversorgung des Gehirns gesteigert, Stürzen vorgebeugt und auch die Konzentration und das Gedächtnis werden verbessert.

Mentale Fitness

Neben der körperlichen ist die mentale Fitness von großer Bedeutung. Grundsätzliche Voraussetzung sei ein positives Lebensgefühl. Erholung und Entspannung sollten hier mehr Eingang finden, das Vorbeugen von Krankheiten, die Wahrnehmung sozialer Kontakte. Wer sich vornimmt mehr Bücher zu lesen als fernzusehen sei auf dem richtigen Weg, wer sich in Gesellschaft Gleichgesinnter betätigt, wer in der Lage ist, sein Leben richtig zu genießen, der lebt einfach gesünder. Denn was Freude macht ist positiv. Wer weiterhin wach durchs Leben geht, sich aber gleichzeitig Zeit dafür nimmt, Geist und Seele baumeln zu lassen, der schafft wichtige Voraussetzungen für eine gute Lebensqualität im Alter.

Der große Begriff Wellness

Mit einem Zitat von Voltaire leitete Pilz auf das große Angebot im Wellnessbereich über: „In der einen Hälfte des Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen.“ Zweifelsohne gebe es in diesem Bereich ein nahezu unübersehbares Angebot, dessen Grundlagen aus den Naturheilverfahren stammen würden. Sinn sei es hierbei, selbst regulierende Kräfte zu aktivieren, wobei die Erfahrungsheilkunde nicht immer wissenschaftlich nachweisbar sei. Allerdings sei dies auch nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Ob Ayurveda oder Bachblütentherapie, ob Energizing, Moorbäder oder heiße Steine, ob Kneippsche Anwendungen oder einfach nur ein Saunagang, Entspannung ließe sich lernen und wichtig sei, dass man das Verfahren für sich aussuchen könne, das einem gut täte. Schaden würde es in keinem Fall und wenn es zum Wohlbefinden beitrüge, wäre das wichtigste Ziel erreicht: Fit zu sein für das Alter und dann im Alter. (Claus Bedernik)


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